Fair gehandelt, biologisch, ökologisch, regional und ressourcenschonend – all das sind Themen, mit denen sich auch Caterer künftig profilieren müssen. 2009 führte das Magazin „events“ eine Befragung zu Nachhaltigkeitsaktivitäten unter deutschen Cateringunternehmen durch.

Fazit:
Beim Gros der Caterer stand Wirtschaftlichkeit an Erster Stelle. Zwar verwenden einige von ihnen häufiger ökologische Produkte als noch vor wenigen Jahren, allerdings nur, weil der Kunde es verstärkt nachfragt. Im Event-Catering herrscht ein harter Preiswettbewerb, der einheitliche Qualitätsmassstäbe und einen respektvollen Umgang mit Ressourcen oftmals verdrängt. Zudem gibt es stetig neue Trends, die bedient werden wollen – wie etwa das gern servierte Fingerfood. Hierfür wird ein Vielfaches mehr an Geschirr beschmutzt, als bei herkömmlichen Menüs. Man stelle sich ein Event mit 2.000 Gästen vor, von denen jeder acht verschiedene Schmankerl von ebenso vielen Tellern nascht – das macht 16.000 Kleinteile. Wer das auf Spülgänge, Wasser- und Stromverbrauch hochrechnet, erhält einen miserablen Nachhaltigkeitsfaktor. Laut der Studie „Innovationsfeld Event-Catering – Wege zu einer nachhaltigen Ess- und Genusskultur“ vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie werden nachhaltige Faktoren im Event-Catering zwar gezielt als Wettbewerbsfaktor genutzt und nach aussen kommuniziert. Allerdings macht die Studie deutlich: Die Zukunft nachhaltiger Ess- und Genusskultur im Event-Catering hängt sehr stark davon, wie sich Nachfrage und Verantwortungsbewusstsein in der Gesellschaft entwickeln.
Jeder Caterer kann einen kleinen Beitrag leisten. Indem er etwa das globale Projekt „Fair Trade“ unterstützt, dessen Kernelemente garantierte und faire Preise für Kleinbauern, verbesserte Arbeitsbedingungen und schonender Umgang mit Ressourcen sind. Weltweit profitieren bereits über 7,5 Millionen Menschen von den fairen Handelsbedingungen.